Vielfalt für jede Anwendung

Vielfalt für jede Anwendung

Klimagerät ist nicht gleich Klimagerät – wo die Unterschiede liegen.

Klimasysteme und Technologien

So unterschiedlich wie die Anforderungen an die Klimatisierung von Gebäuden sind, so verschieden sind auch die möglichen Klimasysteme. Für jede Situation gibt es eine passende Lösung. Damit du die richtige Entscheidung treffen kannst, erklären wir hier einige der wichtigsten Begriffe und Technologien.

Für alle Ansprüche: verschiedene Gerätetypen

Grundsätzlich wird zwischen Außen- und Innengeräten unterschieden. Gemeinsam bilden sie eine Luft-Luft-Wärmepumpe (bei Direktverdampfungssystemen) oder eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (bei Kaltwassersystemen) zum Kühlen und Heizen. Das Außengerät wird draußen angebracht oder aufgestellt und beeinflusst die Gestaltung der Innenräume nicht.

Bei den Innengeräten kannst du gestalterisch und baulich für jede Wohn- und Bürosituation das passende finden. Es gibt Klimatruhen, die wie Heizkörper installiert werden. Tower in hoher und schmaler Bauform werden einfach aufgestellt, Wandgeräte an freien Wandflächen angebracht. Deckengeräte werden als Unterbaugerät an der Decke montiert oder darin eingebaut. Deckenkassettengeräte werden unauffällig in die Zwischendecke integriert. Kanalgeräte verbergen sich diskret in Belüftungskanälen oder in Zwischendecken.

Neben den Komfortklimasystemen zum Kühlen und Heizen von Wohn- und Gewerberäumen gibt es sogenannte Präzisionsklimageräte für die Kühlung von empfindlicher Technik und IT-Anlagen, die ebenfalls in unterschiedlichen Bauformen erhältlich sind.

Von klein bis groß: Wärmepumpen-Systeme

In jedem Wärmepumpen-System arbeitet ein Außengerät mit mindestens einem Innengerät zusammen. Die verschiedenen Systeme unterscheiden sich vor allem durch die Anzahl der Innengeräte, die mit einem Außengerät betrieben werden können, die Kühl- und Heizleistung und durch die Art der Regelungstechnologie. Je mehr Innengeräte ein Außengerät versorgen kann, desto mehr und größerer Räume kann das System klimatisieren. Fachleute sprechen von Monosplit- und Multisplit-Systemen. 

Eines oder viele: Monosplit- und Multisplit-Systeme

Monosplit bedeutet, dass jeweils ein Innen- mit einem Außengerät zusammenarbeitet. Das Außengerät ist der Kälteerzeuger (Verflüssiger). Das Kältemittel, das die Wärme transportiert, zirkuliert in einem geschlossenen Leitungskreislauf zwischen Innen- und Außengerät. In Kaltwassersystemen wird im Innenkreislauf Wasser als Leitungsmedium eingesetzt.

Bei Multisplit-Systemen werden mehrere Innengeräte an ein gemeinsames Außengerät angeschlossen. Monosplit-Systeme eignen sich besonders für die Klimatisierung von einzelnen Räume – wie zum Beispiel deinem Schlafzimmer, Wohnzimmer oder einzelner Gewerbe- oder Büroräume. Multisplit-Systeme sind optimal für größere Flächen und/oder mehrere Räume. Beide Varianten sind für den Festeinbau ausgelegt und können ohne weiteres nachträglich eingebaut werden.

Besonders effizient: die VRF-Technologie

Eine Weiterentwicklung des Multisplit-Prinzips ist die VRF-Technologie. VRF steht für „Variable Refrigerant Flow“. Diese besonders effiziente Technologie hält den sogenannten Kältemittelstrom in Abhängigkeit von der benötigten Leistung möglichst gering – und sorgt damit besonders im Teillastbetrieb für höchste Wirkungsgrade.

In einem VRF-System können sehr viele Innengeräte an ein Außengerät angeschlossen werden. Jedes Innengerät verfügt über ein elektronisch geregeltes Einspritzventil, dem nur so viel Leistung zugewiesen wird, wie es benötigt. Damit ist es möglich, einzelne Räume ganz gezielt zu kühlen oder zu heizen, zu lüften oder für den Moment auch gar nicht zu klimatisieren.

Sanft geregelt: Invertertechnologie

Luft-Luft-Wärmepumpen mit Invertertechnologie werden sanft geregelt, das Kühlen und Heizen erfolgt stufenlos. Das Gerät fährt dabei langsam herunter und nimmt auch langsam Fahrt auf. Die Raumtemperatur kann auf diese Weise viel exakter auf dem gewünschten Niveau gehalten werden. Außerdem verbrauchen Geräte mit Invertertechnologie deutlich weniger Energie. Der etwas höhere Anschaffungspreis aufgrund der aufwändigeren Technik zahlt sich in der Regel schon nach kurzer Betriebsdauer wieder aus.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Klimasysteme und Technologien

Und hier sind unsere Antworten:

Was ist der Unterschied zwischen monovalent und bivalent?

+
Fachleute sprechen von monovalentem Betrieb, wenn ein einziges technisches System zum Kühlen und gegebenenfalls zum Heizen genutzt wird.  Werden zwei Systeme als hybrider Verbund betrieben – zum Beispiel deine vorhandene Brennstoffheizung mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe – spricht man von bivalentem Betrieb. Dein Kälte-Klima-Fachbetrieb prüft deine individuellen Anforderungen und kann dir sagen, welcher Systemaufbau sich für deine Raum- und Klimasituation besonders eignet.

Was sind Präzisionsklimageräte?

+
Präzisionsklimasysteme sind hochspezialisierte Klimasysteme, abgestimmt auf die Anforderungen sensibler Informations- und Kommunikationstechnik. Sie halten zuverlässig die Raumtemperatur, regulieren die Luftfeuchte, filtern die Luft und verteilen die gekühlte Luft intensiv und gleichmäßig im Raum. Sie sind zudem für einen ausfallfreien Dauerbetrieb ausgelegt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Komfortklimageräten arbeiten Präzisionsklimageräte mit viel höheren Luftgeschwindigkeiten, so dass sie weniger entfeuchten und dadurch effizienter kühlen.

Was ist ein HWL-Split-System?

+
HWL-Split-Systeme wurden für Technikräume mit hohen Wärmelasten entwickelt. HWL steht dabei als Abkürzung für „hohe Wärmelasten“. Diese Klimageräte sind besonders für die spezifischen Anforderungen von Technik- und IT-Räumen geeignet, da sie besonders effektiv kühlen, eine sehr hohe Ausfallsicherheit haben und die Be- und Entfeuchtung sehr präzise geregelt werden kann.