Klima von A-Z

Alle Fachbegriffe kurz und prägnant auf den Punkt gebracht.

Befeuchtung

Adiabate Befeuchtung

Fachbezeichnung für Befeuchtungssysteme, die ohne externe, primäre Wärmeenergie auskommen. Das Wasser wird in feinen Nebel zerstäubt und von der Luft aufgenommen.

Komfortklima

Arbeitszahl

Die Arbeitszahl (Leistungszahl) beschreibt das Verhältnis von abgegebener thermischer Nutzleistung (kW) zu aufgenommener elektrischer Antriebsleistung (kW) in einem fest definierten Betriebspunkt. Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (z.B. aus Erdreich, Außenluft, usw.) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung ist, kann die Leistungszahl einer Wärmepumpe Werte deutlich größer als 1 annehmen. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen wird die Arbeitszahl im Kühlbetrieb als „EER-Wert“ und im Heizbetrieb als „COP-Wert“ angegeben. Geräte der Energieeffizienzklasse A++ haben z.B. einen einen SCOP von mindestens 4,6; das bedeutet, dass aus 1 kW elektrischer Leistung mindestens 4,6 kW Heizleistung erzeugt wird. Im Teillastbereich liegen die Werte noch deutlich höher, da die Leistungsaufnahme im Verhältnis zur abgegebenen Leistung noch niedriger ist.

Komfortklima

Außengerät

Das Außengerät ist die äußere Einheit eines Split-Klimagerätes. Es enthält auch den Kompressor.

Befeuchtung

Befeuchter

Befeuchtungssysteme kontrollieren die Luftfeuchtigkeit. Sie sichern Produktionsprozesse, konservieren, verhindern statische Elektrizität und sorgen für gesunde Atemluft in geschlossenen Räumen. Je nach System produzieren Befeuchter Heißdampf (isotherme Befeuchtung) oder kalten Nebel aus energieeffizienter Zerstäubung (adiabate Befeuchtung).

Komfortklima

COP-Wert

Der COP-Wert (Coefficient Of Performance) beschreibt die Leistungszahl eines Wärmepumpensystems im Heizbetrieb in einem definierten Betriebspunkt. Er beschreibt das Verhältnis der abgegebenen Heizleistung (kW) zur aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (z.B. aus Erdreich, Außenluft, usw.) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung sind, ist der COP-Wert einer Wärmepumpe in der Regel deutlich größer als 1. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen ist dieser COP-Wert gemäß ISO T1 / JIS B8616 bei einer Raumtemperatur von ca. 20°C / 45% r.F. und einer Außentemperatur von ca. 7°C / 90% r.F. definiert. Der COP-Wert wird im Rahmen der ab Januar 2013 geltenden Ecodesign-Richtlinie durch den saisonalen Wert SCOP abgelöst.

Komfortklima

Deckengerät

Deckengeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten in der Komfortklimatisierung. Sie werden sichtbar unter der Decke montiert.

Präzisionsklima

DFC - Dynamic Free Cooling

DFC ist ein Regelkonzept für das Kältesystem GE exklusiv entwickelt für STULZ Hybrid-Präzisionsklimasystem CyberAir 2. Die Klimaautomatik DFC sorgt für präzise und effiziente Klimakontrolle bei minimalem Energieverbrauch. DFC kombiniert Kompressorkühlung und Freie Kühlung in insgesamt vier Stufen und sucht automatisch den günstigsten Betriebsmodus: Bei niedrigen Außentemperaturen kühlt DFC mit der sparsamenIndirekten Freien Kühlung, bei der die energieintensivenKompressoren ausgeschaltet bleiben. Steigt die Außentemperatur, wählt DFC zunächst den erweiterten Freikühlbetrieb und schaltet dann schrittweise die Kompressoren zu. Unter Einbeziehung der Standby-Geräte balanciert die Automatik sämtliche Geräteeinheiten im energiesparenden Teillastbetrieb.

Präzisionsklima

Direkte Freie Kühlung

Klimasysteme mit Direkter Freier Kühlung kühlen bei niedrigen Außentemperaturen mit kalter Außenluft. Ein Luftklappensystem regelt den Zustrom. Steigt die Außentemperatur, schaltet das Klimasystem stufenweise die Kompressorkühlung zu (Mischbetrieb-Betrieb) - bis hin zur reinen Umluftkühlung (DX-Betrieb), bei der die Luft ausschließlich im Innenraum umgewälzt wird. Der Energiebedarf ist im Umluftbetrieb deutlich höher, deshalb wird dieser Modus nur an besonders heißen Tagen gewählt. Direkte freie Kühlung kommt in ITK-Einrichtungen mit geringeren Wärmelasten zum Einsatz – zum Beispiel in Basistationen von Mobilfunknetzen (siehe auch Indirekte Freie Kühlung). 

Komfortklima

Duosplit

Duosplit bedeutet, dass zwei Innengeräte an ein Außengerät angeschlossen sind. 

Präzisionsklima

DX – Direct Expansion

Klassisches Kompressor-Klimasystem, das Kälte über einen geschlossenen Kältemittelkreislauf mit Verdampfer, Kompressor, Kondensator und Expansionsventil erzeugt. Der Verdampfer verdunstet das Kältemittel. Dabei nimmt es Wärme auf. Der Kompressor saugt das Kältemittelgas an und verdichtet es unter hohem Druck. Im Kondensator wird das Kältemittel erneut verflüssigt. Dabei gibt es die Wärme wieder ab. Das Expansionsventil entspannt das Kältemittel; der Kreislauf beginnt von vorn. Je nach Ausführung des Kondensators unterscheidet man verschiedene Kältesysteme.

Klimatechnik

EC-Ventilator

(engl.: EC = "electronically commutated") In einem EC-Ventilator wird ein Gleichstrommotor eingesetzt, der sich gegenüber den AC-Motoren durch eine größere Laufruhe, stufenlos regelbare Drehzahlen und einen hohen Wirkungsgrad auszeichnet. Durch die elektronische Kommutierung über Halbleiterbausteine sind EC-Motoren nahezu verschleißfrei und haben eine lange Lebensdauer.

Komfortklima

Ecodesign-Richtlinie

Die Ecodesign-Richtlinie (ErP = Energy related Procucts) der Europäischen Union regelt für alle ab 1.1.2013 in der EU in Verkehr gebrachten Luft-Luft-Wärmepumpen bis 12 kW (Kühlen oder Heizen) neue energetische Mindestwerte bezüglich der Energieeffizienz.

Komfortklima

EER-Wert

Der EER-Wert (Energy Efficiency Ratio) beschreibt die Leistungszahl eines Wärmepumpensystems im Kühlbetrieb in einem definierten Betriebspunkt. Er beschreibt das Verhältnis der abgegebenen Kühlleistung (kW) zur aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (z.B. aus Erdreich, Außenluft, usw.) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung sind, ist der EER-Wert einer Wärmepumpe in der Regel deutlich größer als 1. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen ist dieser EER-Wert gemäß ISO T1 / JIS B8616 bei einer Raumtemperatur von ca. 27°C / 45% r.F. und einer Außentemperatur von ca. 35°C / 45% r.F. definiert. Der EER-Wert wird im Rahmen der ab Januar 2013 geltenden Ecodesign-Richtlinie durch den saisonalen Wert SEER abgelöst. 

Komfortklima

Emissionsfaktor CO2, direkt

Der direkte CO2-Emissionsfaktor muss für jedes Heizsystem ermittelt werden und gibt die Menge an CO2 an, die direkt vom Heizsystem erzeugt wird, z.B. Verbrennen von Öl oder Gas. Strom hat einen direkten CO2 Emissionsfaktor von 0 kg/kWh.

Beispiel der direkten Gesamt-Emissionsfaktoren:

Heizölca. 2,67 kg CO2 / l
Erdgasca. 2,01 kg CO2 / m3
Standardstrom-Mix Deutschland0 kg Co2 / kWh Strom
Ökostrom Deutschland0 kg Co2 / kWh Strom

Komfortklima

Emissionsfaktor CO2, indirekt

Der indirekte CO2-Emissionsfaktor muss für jedes Heizsystem ermittelt werden und gibt die Menge an CO2 an, die indirekt vom Heizsystem erzeugt, z.B. bei der Erzeugung vom Strom im Kraftwerk oder bei der Förderung von Erdgas oder bei der Herstellung von Heizöl in der Raffinerie. Auch Bio-Strom hat einen indirekten Emissionsfaktor, da CO2 bei der Herstellung der Windräder oder der Photovoltaik-Anlagen entsteht. Bei Holzpellets-Anlagen wird die CO2-Menge ermittelt, die bei der Verarbeitung der gefällten Bäume zu Holzpellets benötigt wird /Transport, Trocknung, usw.) Auch die Verlustleistung durch Wärmetransport innerhalb eines Gebäudes wird in den indirekten CO2-Emissionsfaktor eingerechnet.

Beispiel der indirekten Gesamt-Emissionsfaktoren:

Heizölca. 0,439 kg CO2 / l Heizöl
Erdgasca. 0,420 kg CO2 / m3 Erdgas
Standardstrom-Mix Deutschlandca. 0,616 kg CO2 / kWh Strom
Ökostrom Deutschlandca. 0,040 kg CO2 / kWh Strom
Holzpelletsca. 0,122 kg CO2 / kg Pellets

Komfortklima

Emissionsfaktor, gesamt

Der Gesamt-Emissionsfaktor wird für jedes Heizsystem ermittelt, in dem der direkte Emissionsfaktor und der indirekte Emissionsfaktor addiert werden und mit dem Heizwert des entsprechenden Energieträgers multipliziert werden. Auf diese Weise kann die CO2-Menge ermittelt werden, die je nach Heizsystem in die Umwelt freigesetzt wird.

Beispiel der Gesamt-Emissionsfaktoren pro kWh erzeugter Heiz-Energie:

Öl-Heizungca. 0,33 kg CO2 / kWh Heizleistung
Gas-Heizungca. 0,26 kg CO2 / kWh Heizleistung
Wärmepumpe mit Stndardstrom-Mix Deutschlandca. 0,18 kg CO2 / kWh Heizleistung
Wärmepumpe mit Ökostrom Deutschlandca. 0,01 kg CO2 / kWh Heizleistung
Holzpelletsca. 0,03 kg CO2 / kWh Heizleistung

Klimatechnik

Energieeffizienzklasse

Energieeffizienzklassen kennen viele Verbraucher bereits von Waschmaschinen und anderen Haushaltsgeräten. Die Energieeffizienzklasse gibt an, mit welchem Wirkungsgrad Ihr Klimagerät Strom in Kälteleistung umwandelt. Je weniger Strom für die Erzeugung einer bestimmten Kühlung gebraucht wird, desto ökonomischer und ökologischer geht das Klimagerät mit Energie um. Unterschieden werden die Klassen A bis G. Im Rahmen der Ecodesign-Richtlinie wird die Skala um A+ (ab 1.1.2015), A++ (ab 1.1.2017) und A+++ (ab 1.1.2019) nach oben erweitert. Die Hersteller haben die Möglichkeit, die höheren Effizienzklassen freiwillig bereits vorab zu nutzen, so dass es im Handel bis 2019 zum Einsatz unterschiedlicher Energielabel auf den Geräten kommen kann. Klasse A oder höher bedeutet, dass das Klimagerät besonders energiesparend arbeitet.

Klimatechnik

Fernbedienung

Hochwertige Klimasysteme können per Fernbedienung geregelt werden - sowohl individuell pro Innengerät als auch zentral. Je nach Gerätetyp steuern Fernbedienungen Raumtemperatur, Betriebsart (kühlen, heizen, lüften, entfeuchten, Automatik), Ventilatorstufe und Luftrichtung. Häufig sind Zeitschaltuhren für die Programmierung der Leistungsabgabe integriert. Es gibt Kabel-, Infrarot- oder Zentralfernbedienungen, die über Konsolen, Touchscreen, PC-Software oder Internet bedient werden.

Klimatechnik

GLT – Gebäudeleittechnik

Gebäudeleittechnik (Abkürzung GLT) gehört zur Managementebene der Gebäudeautomation und dient der Steuerung und Überwachung von Haustechnik. Die Steuersoftware moderner Klimasysteme verfügt über offene Schnittstellen zu Kommunikationsstandards der Gebäudeleittechnik wie z. B. OLE for Process Control (OPC) oder Building Automation and Control Networks (BACnet) oder Local Operating Networks (LON).

Komfortklima

Hilfsenergien

Hilfsenergien beschreiben die „versteckten“ Verbräuche von Peripherie-Geräten, z.B. von Pumpen die zum Betrieb des Systems zwar zwingend notwendig sind, deren Verbräuche aber nicht in die direkten Betriebskosten des Heizsystems eingerechnet wurden. 

Komfortklima

Hybrid

Begriff für ein bivalentes Klimasystem, bei dem Klimageräte und eine konventionelle Heizung im Verbund zusammenarbeiten. Hybrid ist ein Begriff, der sich in der kommunikationsstarken Automobilindustrie für eine geregelte Kombination von Benzinmotor und Elektroantrieb durchsetzt. In der Autoindustrie gilt Hybrid als umweltfreundliche Alternative zu Diesel. 

Präzisionsklima

Indirekte Freie Kühlung

Im Unterschied zur Direkten Freien Kühlung, bei der Außenluft „direkt“ zur Kühlung genutzt wird, überträgt die Indirekte Freie Kühlung die Kälte über ein Leitungssystem mit Wasser-Glykol-Gemisch. Ein Rückkühler kühlt das Gemisch mit Außenluft herunter. Klimasysteme mit Indirekter Freier Kühlung sind flexibel konfigurierbar und arbeiten besonders energieeffizient (siehe auch Direkte Freie Kühlung).

Komfortklima

Innengerät

Das Innengerät ist die Innenraum-Einheit eines Split-Klimagerätes. Es ist im zu klimatisierenden Raum installiert und mit dem Außengerät über eine Kältemittelleitung verbunden. Innengeräte sind in einer Vielzahl von Bauformen für Stand-, Wand-, Decken- und Kanal-Einbau erhältlich. 

Komfortklima

Inverter-Technologie

Einfache Klimageräte werden ausschließlich per Thermostat geregelt. Wird die gewählte Temperatur erreicht, schaltet sich das Gerät aus. Wird sie überschritten, schaltet es sich wieder an. In Geräten mit Inverter-Technologie wird die Drehzahl des Kompressors stufenlos geregelt, d.h. das Gerät fährt langsam herunter und nimmt auch langsam wieder Fahrt auf. Die Raumtemperatur kann so noch gleichmäßiger gehalten werden, außerdem verbrauchen Geräte mit Inverter-Technologie weniger Energie.

Befeuchtung

Isotherme Befeuchtung

Fachbezeichnung für Befeuchtungssysteme, die durch Erhitzen von Wasser Dampf produzieren.

Komfortklima

Jahresarbeitszahl

Die Jahresarbeitszahl (JAZ) beschreibt das Verhältnis der real abgegebener thermischer Nutzenergie pro Jahr (kWh/a) zur aufgenommener elektrischer Antriebsleistung pro Jahr (kWh/a). Sie ist eine integrale Kenngröße und gibt die reale Effizienz einer Wärmepumpe inklusive aller Zusatzverbraucher an. Da die Jahresarbeitszahl von Gebäude-Parametern (Isolierung, Fensterflächen, Raumtemperaturen, Lüftungsgewohnheiten) aber auch vom Aufstellort (Klimazone, Positionierung des Außengerätes, usw.) abhängig ist, ist ihre theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen wird die Jahresarbeitszahl im Kühlbetrieb als „SEER-Wert“ und im Heizbetrieb als „SCOP-Wert“ angegeben.

Komfortklima

Jahresnutzungsgrad

Der Jahresnutzungsgrad gibt den Nutzungsgrad eines Verbrennungs-Heizkessels (Gas-,Öl-, Pellets-Heizung, usw.) an. Er gibt das Verhältnis der insgesamt real erzeugten Gesamtheizleistung eines Verbrennungs-Heizkessels (Gas-,Öl-, Pellets-Heizung, usw.) bezogen auf die Verluste (Abgas, Verteilungsverluste, Stillstandszeiten, usw.) an. Richtwerte: Ältere Verbrennungs-Systeme haben Jahresnutzungsgrade zwischen ca. 30% - ca. 70 %. Moderne Niedertemperatur-Brennwert-Heizkessel liegen im praktischen Betrieb zwischen ca. 90 % und ca.95 %. Warum geben einige Hersteller einen Jahresnutzungsgrad von über 100% an? Ein Wirkungsgrad >100% ist physikalisch natürlich nicht möglich, die Ursache liegt in der unvollständigen Angabe der Gleichung der Energiebilanz Im Allgemeinen wird unter „real erzeugten Heizenergie“ der Heizwert des Brennstoffes angesetzt. Dieser Heizwert berechnet sich jedoch aus der insgesamt freiwerdenden Wärme abzüglich der Verdampfungswärme für das bei der Verbrennung entstehende Wasser. Der Heizwert beinhaltet also nur einen Teil der gesamten Brennstoffenergie. Im Unterschied zum „konventionellen“ Heizkessel wird bei modernen Brennwertkessel das Abgas soweit abgekühlt, dass das bei der Verbrennung verdampfte Wasser kondensiert. Die dabei freiwerdende Kondensationswärme wird zur Nutzenergie hinzugerechnet, obwohl sie in der Eingangs Heizwert-Energie Berechnung einbezogen wurde. Wenn man diese Werte nun ins Verhältnis setzt, kann ein theoretischer Jahresnutzungsgrad > 100% herauskommen.

Komfortklima

Kälteleistung

Die Kälteleistung gibt an, wie stark Ihr Klimagerät den Raum herunterkühlen kann. Anders gesagt: Sie gibt an, wie viel Wärme das Gerät maximal aufnehmen und nach draußen "abtransportieren" kann. Die Kälteleistung wird in Kilowatt (kW) gemessen.

Klimatechnik

Kältemittel

Das Kältemittel ist fester Bestandteil jedes Klimasystems. Als Wärmeträger transportiert es die Raumwärme vom Innengerät zum Außengerät. Moderne Klimaanlagen enthalten die FCKW-freien Kältemittel R 410 A oder R 407 C. R 410 A steigert zudem den Wirkungsgrad von Klimageräten und erlaubt besonders kompakte Bauformen. Das Kältemittel zirkuliert in einem geschlossenen Kreislauf und kann daher nicht entweichen. Beim Einbau befüllt ein qualifizierter Kälteanlagenbauer Ihr Klimagerät fachgerecht mit Kältemittel und prüft die Dichtigkeit der Anlage. Sollte das Gerät einmal ausgebaut werden müssen, saugt der Kälteanlagenbauer das Kältemittel für die fachgerechte Entsorgung in Recyclingflaschen ab.

Klimatechnik

Kältemittelleitung

Die Kältemittelleitung ist mit einem Heizungsrohr vergleichbar. Sie verbindet das Außengerät mit einem oder mehreren Innengeräten. Durchmesser und Länge der Kältemittelleitung hängen vom Klimasystem und vom verwendeten Kältemittel ab. Das Kältemittel R 410 A erlaubt aufgrund seiner hohen Wärmeaufnahme besonders lange und schlanke Leitungssysteme. Neben der eigentlichen Kältemittelleitung gibt es separate Leitungen für die elektrische Steuerung und die Abführung von Tauwasser.

Präzisionsklima

Kältesystem

Technisches Prinzip der Kälteerzeugung. STULZ-Präzisionsklimasysteme sind mit folgenden Kältesystemen erhältlich:
  • A: Kältesystem nach dem DX-Prinzip, bei dem die der Raumluft entzogene Wärme über einen luftgekühlten Kondensator abgegeben wird
  • G: Kältesystem nach dem DX-Prinzip, bei dem die der Raumluft entzogenen Wärme über einen im Klimagerät integrierten Plattenkondensator abgegeben wird
  • GE: Hybrides Kältesystem, bestehend aus einem DX-System mit integrierter Indirekter Freier Kühlung
  • CW: Kältesystem, bei dem die Wärme der Raumluft über einen wassergekühlten Direktkühler aufgenommen wird (CW 2 mit zwei redundanten Kältekreisläufen).
  • ACW: Zwei unabhängige Kältesysteme (CW und A) in einem Klimagerät. Sollte das Hauptkühlsystem (CW) ausfallen, wird die Klimatisierung unterbrechungsfrei über das A-System sichergestellt.
  • GCW: Zwei unabhängige Kältesysteme (G und CW) in einem Klimagerät. Sollte das Hauptkühlsystem (CW) ausfallen, wird die Klimatisierung unterbrechungsfrei über das G-System sichergestellt.

Präzisionsklima

Kaltwassererzeuger, Kaltwassersätze

Kaltwassererzeuger (auch: "Kaltwassersätze" oder "Chiller") erzeugen kaltes Wasser für CW-Klimasysteme (sieheKältesysteme). Kaltwassererzeuger arbeiten nach dem DX-Prinzip. Die Wärmeabfuhr erledigt ein luft- oder wassergekühlter Verflüssiger. Bei Auswahl des geeigneten Regelkonzeptes und Einbindung der Freien Kühlung können gerade großeWärmelasten mit Kaltwassererzeugern besonders effektiv abgeführt werden. Der besondere Vorteil liegt in der kompakten und anschlussfertigen Bauform.

Komfortklima

Kanalgerät

Kanalgeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten. Sie verbergen sich diskret in Belüftungskanälen oder in Zwischendecken. 

Komfortklima

Kassettengerät

Kassettengeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten. Sie haben die Form einer Deckenverkleidungsplatte und können in Kassettendecken integriert werden. 

Klimatechnik

Kompressor

Als ein zentrales Bauteil des Außengeräts erzeugt der Kompressor die Kälteleistung. Mit Inverter-Regelung läuft der Kompressor besonders sparsam, bei guter Kapselung besonders geräuscharm. In der Regel wird er mit Strom betrieben; in einigen Fällen auch mit Gas. 

Klimatechnik

Kühllast, Wärmelast

Die Kühllast (auch: Wärmelast) ist die Wärmemenge, die aus einem Raum abgeführt werden muss, um den Raumluftzustand in einen vordefinierten Bereich zu bringen bzw. ihn in diesem zu erhalten.

Komfortklima

Leistungszahl

Die Arbeitszahl (Leistungszahl) beschreibt das Verhältnis von abgegebener thermischer Nutzleistung (kW) zu aufgenommener elektrischer Antriebsleistung (kW) in einem fest definierten Betriebspunkt. Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (z.B. aus Erdreich, Außenluft, usw.) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung ist, kann die Leistungszahl einer Wärmepumpe Werte deutlich größer als 1 annehmen. Bei Luft-Luft-Wärmepumpen wird die Arbeitszahl im Kühlbetrieb als „EER-Wert“ und im Heizbetrieb als „COP-Wert“ angegeben. Geräte der Energieeffizienzklasse A++ haben z.B. einen einen SCOP von mindestens 4,6; das bedeutet, dass aus 1 kW elektrischer Leistung mindestens 4,6 kW Heizleistung erzeugt wird. Im Teillastbereich liegen die Werte noch deutlich höher, da die Leistungsaufnahme im Verhältnis zur abgegebenen Leistung noch niedriger ist. Komfortklima

Komfortklima

Luft-Luft-Wärmepumpe

Eine Luft-Luft-Wärmepumpe ist eine Maschine, die unter Aufwendung von Strom (im Winter) heizen und (im Sommer) kühlen kann. Heizbetrieb: Die Nutzwärme wird der Außenluft entzogen und über ein oder mehrere Innengeräte direkt an die Raumluft übertragen. Kühlbetrieb: Die Nutzwärme wird über ein oder mehrere Innengeräte der Raumluft entzogen und an die Außenluft abgegeben.

Komfortklima

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine Maschine, die unter Aufwendung von Strom Warm- und/oder Kaltwasser erzeugen kann. Heizbetrieb: Die Nutzwärme wird der Außenluft entzogen und über ein oder mehrere Wassermodule an ein/mehrere Wasserkreise abgegeben. Heizbetrieb: Die Nutzwärme wird über ein oder mehrere Wassermodule aus einem/mehreren Wasserkreisen entzogen und an die Außenluft abgegeben.

Komfortklima

Monosplit

Monosplit ist eine Bauform der Split-Klimageräte. "Monosplit" bedeutet, dass jeweils ein Innen- mit einem Außengerät zusammenarbeitet. 

Klimatechnik

Monovalent

Beim sogenannten monovalenten Heizen deckt ein Wärmeerzeuger die komplette Heizlast eines Gebäudes ab (z.B. eine Wärmepumpe). Im Gegensatz dazu, wird beim bivalenten Heizen ein zusätzliches Heizsystem eingesetzt (z.B. eine Gasheizung).

Komfortklima

Multisplit

Multisplit ist eine Bauform der Split-Klimageräte. Bei Multisplit-Geräten werden mehrere Innengeräte an ein Außengerät angeschlossen. 

Präzisionsklima

Power Usage Effectiveness (PUE)

Die PUE ist ein länderübergreifender Handlungsansatz des internationalen IT-Konsortiums „The Green Grid“ zur Feststellung der Gesamtenergieeffizienz eines Rechenzentrums. Die als weltweiter Standard geltende Kennzahl wird genutzt, um den Erfolg von Optimierungsprozessen bei der Senkung des Energieverbrauchs von Rechenzentren sichtbar zu machen. Errechnet wird die PUE, indem die Gesamtleistungsaufnahme des Rechenzentrums (in kW/h) durch den Verbrauch des IT-Equipments (Server, Speichersysteme und Netzwerkhardware) geteilt wird. Die aus dieser Rechnung resultierende Zahl wird allgemein als PUE-Wert bezeichnet und sollte sich zwischen 1.0 und 2.0 bewegen. Ein Wert von 2 bedeutet, dass der Betrieb von Klimatisierung und USV-Anlagen (Physical Infrastructure) doppelt soviel Energie verbraucht wie die eigentlich betriebene IT-Hardware (IT-Load). 

Präzisionsklima

Präzisionsklimasysteme

Hochspezialisierte Klimasysteme, abgestimmt auf die Anforderungen sensibler Informations- und Kommunikationstechnik. Präzisionsklimasysteme halten gradgenau die Raumtemperatur, regulieren exakt die relative Luftfeuchtigkeit, filtern die Luft und verteilen die gekühlte Luft intensiv und gleichmäßig im Raum. Sie sind für ausfallfreien Dauerbetrieb ausgelegt – 24 Stunden, 365 Tage im Jahr. Im Gegensatz zu herkömmlichen Komfortklimageräten arbeiten Präzisionsklimasysteme mit einem deutlich besseren Verhältnis von totaler Kälteleistung zu sensibler Kälteleistung – das bedeutet, dass bis zu 100 Prozent der eingesetzten Energie zur Abkühlung der Raumtemperatur eingesetzt wird.

Komfortklima

Quattrosplit

Quattrosplit bedeutet, dass vier Innengeräte an ein Außengerät angeschlossen sind. 

Klimatechnik

RLT – Raumlufttechnik

Klimasysteme gehören zum Bereich der Raumlufttechnik (Abkürzung RLT). Als Raumlufttechnik werden Technologien zur Klimaregelung in geschlossenen Räumen bezeichnet.

Klimatechnik

Rückkühler

Anschlussfertiger Wasser-/Luft-Wärmetauscher zum Kühlen von Wasser-Glykol-Gemischen. Der Plattenwärmetauscher des Klimagerätes und der extern installierte Rückkühler sind durch einen geschlossenen Wasser-Glykol-Kreislauf verbunden. Der Rückkühler gibt die Wärme des Gemischs an die Umgebungsluft ab. 

Klimatechnik

Schalldruckpegel

Der Schalldruckpegel wird in Dezibel, abgekürzt dB(A), angegeben und ist das Maß für das Laufgeräusch. Je niedriger der Wert ist, desto leiser läuft Ihre Klimaanlage. Bei den besonders geräuscharmen Raum-Klimageräten ist der Schalldruckpegel nur geringfügig höher als Blätterrascheln mit ca. 25 dB(A). 

Komfortklima

SCOP

SCOP (Seasonal Coefficient of Performance) ist ein neues Bewertungskriterium des Heizbetriebs für die Einordnung in Energieeffizienzklassen. Der SCOP-Wert ist eine integrale Kenngröße und gibt die reale Effizienz einer Wärmepumpe im Heizbetrieb inklusive aller Zusatzverbraucher an. Er bezeichnet das Verhältnis von abgegebener Nutzleistung (kW) zu aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (zum Beispiel aus der Außenluft) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung ist, kann die Leistungszahl einer Wärmepumpe Werte deutlich größer als 1 annehmen. Zur Berechnung der saisonalen Werte wurden mehrere Messpunkte festgelegt. Messpunkte bei Heizbetrieb +12 °C, +7 °C, +2 °C und – 7 °C. Für den Heizbetrieb wird zukünftig in der EU sogar zwischen drei definierten Klimazonen unterschieden. Berücksichtigt wird somit auch der jahreszeitlich variierende Bedarf an Heizleistung sowie das Teillastverhalten, welches durch moderne Inverter-Technologie besonders energieeffizient umgesetzt werden kann. Da der SCOP-Wert von Gebäude-Parametern (Isolierung, Fensterflächen, Raumtemperaturen, Lüftungsgewohnheiten) aber auch vom Aufstellort (Klimazone, Positionierung des Außengerätes, abhängig ist, ist seine theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. usw.) abhängig ist, ist seine theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. Im Allgemeinen kann er daher nur Rückwirkend berechnet werden (Reale erzeugte Heizenergie / Jahr bezogen auf elektronischen Energieverbrauch der Wärmepumpe im Heizbetrieb / Jahr). 

Komfortklima

SEER

SEER (Seasonal Energy Efficiency Ratio) ist ein neues Bewertungskriterium des Kühlbetriebs für die Einordnung in Energieeffizienzklassen. Der SEER-Wert ist eine integrale Kenngröße und gibt die reale Effizienz einer Wärmepumpe im Kühlbetrieb inklusive aller Zusatzverbraucher an. Er bezeichnet das Verhältnis von abgegebener Nutzleistung (kW) zu aufgenommener Antriebsleistung (kW). Da Wärmepumpen eine thermische Leistung (zum Beispiel aus der Außenluft) aufnehmen, die weit größer als die elektrische Antriebsleistung ist, kann die Leistungszahl einer Wärmepumpe Werte deutlich größer als 1 annehmen. Zur Berechnung dieser saisonalen Werte wurden mehrere Messpunkte festgelegt. Messpunkte bei Kühlbetrieb +20 °C, +25 °C, +30 °C und +35 °C. Berücksichtigt wird somit auch der jahreszeitlich variierende Bedarf an Kühlleistung sowie das Teillastverhalten, welches durch moderne Inverter-Technologie besonders energieeffizient umgesetzt werden kann. Da der SEER-Wert von Gebäude-Parametern (Isolierung, Fensterflächen, Raumtemperaturen, Lüftungsgewohnheiten) aber auch vom Aufstellort (Klimazone, Positionierung des Außengerätes, usw.) abhängig ist, ist seine theoretische Berechnung nur näherungsweise möglich. Im Allgemeinen kann er daher nur Rückwirkend berechnet werden (Reale erzeugte Kühlenergie / Jahr bezogen auf elektronischen Energieverbrauch der Wärmepumpe im Kühlbetreib / Jahr).

Klimatechnik

Sensible Kälteleistung

Die von Klimageräten erzeugte Kälteleistung besteht aus einem latenten und einem sensiblen Anteil. Der sensible Anteil der Kühlleistung senkt die Temperatur ab, während der latente Anteil die Luft entfeuchtet. Komfortklimageräte setzen bis zu 50% ihrer Energie für die Entfeuchtung ein, während Präzisionsklimageräte mehr als 95% der eingesetzten Energie ausschließlich in Kühlleistung umwandeln. Die hierfür nötige Technik macht sich durch niedrigere Betriebskosten schnell bezahlt.

Komfortklima

Split-Klimageräte

Bei Split-Klimageräten arbeiten mindestens ein Außen- und ein Innengerät zusammen (Monosplit). Das Außengerät ist der Kälteerzeuger (Verflüssiger). Das Kältemittel, das die Wärme transportiert, zirkuliert in einem geschlossenen Leitungskreislauf zwischen Innen- und Außengerät. Das Innengerät (Verdampfer) entzieht dem Raum die Wärme. An ein Außengerät können mehrere Innengeräte angeschlossen werden (Multisplit). 

Komfortklima

Standgeräte

Standgeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten, die zuweilen auch als Truhengeräte bezeichnet und wie ein Heizkörper installiert werden. 

Klimatechnik

Thermostat

Der Thermostat schaltet das Klimasystem bei zu hoher oder zu niedriger Temperatur an oder aus. Bei besonders leistungsfähigen Klimasystemen ersetzt die energiesparende Inverter-Technologieden Thermostat. Dabei wird das Klimasystem nicht einfach ein- und ausgeschaltet, sondern durch das sanfte Hoch- und Runterfahren des Kompressors geregelt.

Komfortklima

Triosplitgerät

Triosplit bedeutet, dass drei Innengeräte an ein Außengerät angeschlossen sind.

Komfortklima

VRF – Variable Refrigerant

Flow Eine Technik, bei der der Kältemittelstrom über die intelligente Steuerung des Kompressors kontinuierlich in Abhängigkeit zur angeforderten Leistung geregelt wird. 

Komfortklima

Wandgeräte

Wandgeräte sind eine mögliche Bauform von Innengeräten. Sie werden hängend an freien Wandflächen angebracht. 

Komfortklima

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe ist eine Maschine, die unter Aufwendung von technischer Arbeit thermische Energie aus einem Reservoir mit niedrigerer Temperatur (z.B. Außenluft, Erde, Grundwasser, usw.) aufnimmt und – zusammen mit der Antriebsenergie – als Nutzwärme auf ein zu beheizendes System mit höherer Temperatur (z.B. Raumheizung, Warmwasser, Brauchwasser) überträgt. Moderne Wärmepumpen setzt man sowohl zum Heizen aber auch reversierbar zum Kühlen, was umgangssprachlich als Klimaanlage bezeichnet wird, ein (Kühlschrank-Prinzip). Beim Kühlprozess ist die Nutzenergie, die aus dem zu kühlenden Raum aufgenommene Wärme, die zusammen mit der Antriebsenergie als Abwärme an die Umgebung abgeführt wird. 

Klimatechnik

Wirkungsgrad

Physikalisch gibt ein Wirkungsgrad die Effizienz eines Systems an, in dem die nutzbare Energie zur eingesetzten Energie ins Verhältnis gesetzt wird. Der Wirkungsgrad eines Systems liegt daher zwischen 0 und 1 (bzw. 0 und 100%) - die Differenz wird als Verlustleistung bezeichnet. Bei Wärmepumpen wird umgangssprachlich auch der Begriff "Wirkungsgrad" zur Beschreibung der System-Effizienz verwendet – es ist aber die Arbeitszahl (bzw. Leistungszahl) einer Wärmepumpe gemeint, wodurch Wirkungsgrade von bis zu 600% angegeben werden.